Weitergehen

Weitergehen

Vielleicht sollte er das „Closed“-Schildchen endgültig umdrehen. Ein letztes Mal die Kaffeemaschine entkalken, den Siebträger polieren, die letzten Reste Kaffeepulver mit dem kleinen Pinsel wegputzen. Er würde die Kaffeetassen einräumen, die Zeitungen ins Altpapier werfen, den Radio ausschalten. Zum Schluss, wie immer, mit einem frischen Lappen den Tresen noch einmal abwischen.

Er würde sich seinen Schal umhängen, ganz locker, er will atmen können. Würde den Mantel zuknöpfen, die Baskenmütze schräg über den Kopf ziehen und die Türe schliessen. Er würde ein letztes Mal die Öffnungszeiten sehen, die daran angeschlagen sind.

Morgen würden bekannte und unbekannte Gesichter hier am selben Ort stehen. Würden dieselben Öffnungszeiten lesen. Sie würden an der Klinke rütteln, gegen die Scheibe poltern. Würden zum „Closed“-Schildchen hochschauen und wieder zurück auf die Öffnungszeiten. Sie würden denken, hier steht doch, es sei geöffnet. Sie würden jemanden fragen: heute ist doch Donnerstag, oder? Sie würden sagen: niemand da, so was. Sie würden weitergehen.